„Wie habe ich mich gefreut, als ich eines Tages ein kleines Mädchen mit dem schönen Namen Victoire zu seiner Mutter sagen hörte: „Isaure hat Glück, ihr Papa hat den schönsten Beruf der Welt: er erfindet schönes Papier”. Ich war entzückt von so viel Begeisterung.

Die Kreation eines Papiers ist nichts weiter als das irrationelle Aufblitzen unerwarteter Intuitionen. Aber dann beginnen die Stunden der Zweifel und der Fragen: Wird das erträumte Papier auch schön sein? Wird die gewählte Technik auch wirklich ein perfektes Ergebnis bringen? Kann das Papier zur Grundlage mutigster Schöpfungen werden?

Die Kreation eines Papiers ist ein Kampf gegen die Vulgarität. Man muss einen festen Willen haben, will man sich gegen die Zwänge der Papierindustrie durchsetzen. Und schließlich muss man Liebe zum Detail und zur nie erreichbaren Perfektion besitzen und sich antreiben lassen vom frustrierenden Streben nach Exzellenz.

Das ist meine Papiermacher-Alchimie.”

Emeric Thibierge

Emeric Thibierge hat seinen Beruf selbst erfunden: Papier-Designer. Wie in der Textilbranche müssen auch in diesem Beruf die Moden vorausgeahnt werden, man muss sich auf sein Gefühl verlassen und die Zeichen der Zeit richtig deuten… Papier wird zu einem Mode-Accessoire, einer Materie mit einem kreativen und sich erneuernden Potential.

Emeric Thibierge geht nie ohne sein Notizbuch aus dem Haus. Er entwirft seine Papiere als vollwertiges Accessoire und arbeitet zusammen mit einem Ingenieur-Team an Materie, Textur, den Farbpaletten und dem Design: Parmi ses créations: Mineralis, Canevas, Cromático Evanescent, Nantucket und Dentelle.

Diese Papiere haben alle ihren eigenen Charakter und sind einzigartig auf der ganzen Welt.Sie sind das Werk eines Vorreiters des Antikonformismus: Emeric Thibierge. So ganz und gar untypisch für die Welt des Papiers.

Seine Arbeit liegt an der Grenze zwischen Design und Technik, er lässt sich von Mode und Natur inspirieren, von seiner Umwelt und seinen Reisen von Tokio bis New York. Ihm entgeht keine Vorlesung zur Architektur, keine Retrospektive im Modemuseum Galliera und keine Ausstellung im Pariser Museum für Naturgeschichte oder im Institut du Monde Arabe.

Heute besitzt er ein Designstudio nach Art der renommierten Luxusmarken, in dem Papier für die wichtigsten Marktteilnehmer der Papiernbranche entworfen wird – oder ganz einfach für eine Parfümmarke.